| La Lucrezia |
Seite 1 von 3
InformationenHändel, Kantaten für Alt und Basso continuoDolce pur d’amor l’affanno HWV 109aSiete rose rugiadose HWV 162 Qualor crudele HWV 151 Fra pensieri quel pensiero HWV 115 Stanco di più soffrire HWV 167a La Lucrezia (O Numi Eterni) HWV 145 In Hamburg hatte der junge Händel 1705 Ferdinando de Medici kennen gelernt und bereits ein Jahr später begab sich der junge Komponist nach Italien, wo er in Florenz, Rom und Venedig die Opernbegeisterung, aber auch die neue Gattung Oratorium und das Concerto grosso Corellis an Ort und Stelle studieren konnte. Laut seinem Biographen Mainwaring soll Händel in der Periode bis er 1710 über Hannover, dem König George I folgend, nach London geht, über 100 Solokantaten geschrieben haben. Von diesen kleinen opernartigen Szenen sind die meisten nur mit Continuobegleitung geschrieben. Händel schätzte sie diese Kompositionen so sehr, dass er sie als Steinbruch für spätere Opern benutzte und immer wieder Musikmaterial entlieh, sie aber auch durch seinen Sekretär John Christopher Smith um 1740 nochmals sorgfältig abschreiben ließ. Darüber hinaus kursieren diverse Kopien in Sammlungen des Musik liebenden englischen Adels. Zu diesen gebildeten Amateuren zählte beispielsweise Elizabeth Legh of Adlington, die sowohl seine Cembalosuiten selber spielen konnte, seine Opern sammelte und für deren Altstimme Händel einige der hier erstmals in dieser Fassung eingespielten Kantaten transkribierte. Neben wundervoller beeindruckender Musik von großer Gefühlsvielfalt wird diese Veröffentlichung des Labels Ludi Musici zu einem besonderen Dokument der Rezeptionsforschung in Sachen Händel. Die Altistin Sonia Prina ist eine der führenden italienischen Sängerinnen ihrer Generation und hat bereits mit zahlreichen Spezialisten der Barockoper wie Alan Curtis, Ottavio Dantone oder Jordi Savall musiziert, bzw. CDs eingespielt. Hier wird sie begleiten vom niederländischen Ensemble La Sfera Armoniosa unter Leitung des Lautenisten Mike Fentross, einer der wichtigsten niederländischen Musiker der Alten Musik-Szene seiner Generation, in dem vier Spezialisten sie mit einem klanglich differenzierten Basso continuo begleiten. Die Aufnahme wurde in der durch Gustav Leonhardt oder Ton Koopman und während ihrer hervorragenden Akustik schon legendären Kirche der Doopsgezinde Gemeente in Haarlem aufgenommen.
|
|||||||||||||
| weiter > |
|---|